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Kinderheim Grünau

Kontaktdaten: 

Toblerweg 3
8804 Au/Wädenswil
Tel. 044 782 23 00
Fax 044 782 23 09
info [at] gruenau.org
www.gruenau.org

Anzahl Plätze: 

Haupthaus 12 Plätze in einer Gruppe Aussenwohngruppe 5 Plätze in Stufe 1 und 2

Alter/Geschlecht etc.: 

Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechtes von 6 ca. 20 Jahre.

Klientel: 

Wir bieten Wohnplätze für Kinder und Jugendliche, welche über viele Jahre ein zweites Zuhause brauchen, da sie in mehrfach problematischen Lebensverhältnissen stehen. Unsere Aufgabe ist es, Kinder mit schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeiten, strukturellen oder emotionalen Verwahrlosungen zu betreuen und zu fördern. Von ihrem ersten ABC bis zur Lehrabschlussprüfung oder von einer eins zu eins Betreuung bis zur Eigenständigkeit. Die Kinder und Jugendlichen besuchen die öffentlichen Schulen. Wo das Schwierigkeiten bereitet, bieten wir intern individuelle schulische Lösungen an. Unser Haus hat keine Schliessungszeiten.

Hauptangebote: 

Langzeitbetreuung und Förderung für normalbegabte Kinder und Jugendliche mit mehrfach belastenden Lebensbedingungen, emotionalen und sozialen Verwahrlosungen. Besuch der öffentlichen Schulen in unmittelbarer Nähe.

  • 11–12 Plätze, Alter 6–17 Jahre | koedukativ

Aussenwohngruppe Stufe 1
mit Intensivbetreuung. Täglich, auch über Nacht betreute Plätze. Individuelle Förderprogramme sowie auch Aufgabenhilfe.

  • 3 Plätze, Alter 16–18 Jahre | vollbetreut

Aussenwohngruppe Stufe 2 (Begleitetes Wohnen)
mit Teilbetreuung. 2–3 Mal wöchentliche Begleitung und Beratung sowie Aufgabenhilfe. Gegliederter Ablösungsprozess.

  • 3 Plätze, Alter 17–20 Jahre | teilbetreut

Nachbetreuung
für ausgetretene Jugendliche aus der Grünau. Mittagstisch-Angebot in der Grünau, Hilfe und Beratung bei den ersten Schritten im selbständigen Erwachsenenleben. Finanzierung muss Fallweise geregelt werden.

Weitere Angebote: 

Schulergänzende Angebote intern
Schulung und Therapien bei Teilleistungsschwächen, Leistungs- oder Lernblockaden, Motivations- oder Konzentrationsproblematiken, basalen Lücken.
Bis zu vier Monate interne Schulung als Einstiegshilfe bei mehrfach belasteten eintretenden Kindern oder in Krisensituationen.

Leitgedanken: 

Wir gehen von einem humanistischen Menschenbild aus und verstehen den Menschen als wachstums- und entwicklungsorientiert. Verhaltensauffälligkeiten sehen wir als Bemühen des Kindes, sich mit seiner aktuellen Lebenssituation auseinander zu setzen.
Der Mensch als soziales Wesen entwickelt sich in der Beziehung und ist auf Beziehung angewiesen Wir denken und handeln nach systemischer Betrachtungsweise, welche den Einbezug aller relevanten Bezugspersonen im Umfeld eines Kindes verlangt.
Dauerhafte, verbindliche Zuwendung gibt den Kindern und Jugendlichen die Gewißheit, daß sie gemeint und wertgeschätzt sind. Wir gehen davon aus, dass sich viele Menschen, und besonders die uns anvertrauten Kinder, mit viel Einsatz darum bemühen, anerkannt, beachtet, ja geliebt zu werden. Fürsorge, Führung und Wertschätzung leiten die Kinder zu den Quellen innerer Kraft, mit welcher sie lernen ihren Alltag zu meistern.

Pädagogische Ausrichtung: 

versorgend
Das Kind soll sich die Zuwendung nicht verdienen müssen.
Es ist ein einzigartiges Wesen mit der Fähigkeit, in dieser Welt zu gedeihen und nicht die Summe seines Fehlverhaltens. Wir pflegen ein Klima von Wohlwollen und Achtsamkeit. Wir wollen gedeihen lassen und achten darauf, die Entwicklung des Kindes nicht mit Überstrukturierung zu blockieren. Wir versorgen und behüten in gesundem Mass. Unsere Pädagogik steht so nah wie möglich an den Realitäten einer „Normalfamilie”.
menschlich
Wir lassen uns ein. Wir sind bereit, verbindliche Beziehungen aufzubauen und stehen zu unseren eigenen Verletzbarkeiten. Wir stehen auch die schwierigen Entwicklungsphasen mit den Kindern und Jugendlichen durch und verpflichten uns langzeitig für die Aufgabe. Es ist uns wichtig, wahr, fassbar, greifbar und berührbar zu sein. In der eigenen Persönlichkeitsentwicklung sehen wir eine sozialpädagogische Professionalität. Wir tun unsere Arbeit gern.
klar
Unser Anliegen ist es, Fachwissen laufend zu mehren und in persönliche Kompetenzen umzuwandeln. Verstehen bedeutet für uns, Verständnis haben. Geschultes Beobachten, Erfassen und Auswerten des Geschehens ist für uns die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit mit unseren Kindern. Unsere Organisationsform ist für alle leicht fassbar, unaufdringlich, wirksam.
unterstützend
Wir setzen individuelle Förderkonzepte ein und stellen schulergänzende Angebote bereit. Wir suchen nach Lösungen und nicht nach Schuldigen. Die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern, Therapeuten, Beiständen gestalten wir im Case-Management.
verbindlich
Unser pädagogisches Arbeiten sehen wir nicht beschränkt auf die Wohnsituation in unserer Institution. Schule, Ausbildungsplatz, Elternhaus, Freundschaften und Beziehungsnetze sehen wir als wichtige, für uns pädagogisch nutzbare Orte der Entwicklung. Das Leben und Wohnen im Haupthaus vermittelt dabei die Familialität und Nestwärme, die einem jungen Menschen als Rückhalt zur Verfügung stehen sollen.

Lage: 

Die Grünau liegt mitten in einer Landwirtschaftszone, umgeben von Wiesen und Äckern, eine verträumte Liegenschaft mit Seeblick und auch einem Seegrundstück. Die verschiedenen umliegenden Schulen sind zu Fuß in wenigen Minuten über Fußwege und Quartierstrassen erreichbar. Das Quartier, aber auch Au und Wädenswil bieten viele Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten. Für unsere Tierhaltung steht genügend Land zur Verfügung.
1993 wurden eine umfassende Renovation und Erweiterung der Grünau abgeschlossen. Allen heutigen Anforderungen gerecht werdend, bietet heute die Grünau ein komfortables Angebot an Zimmern, Freizeit-, Werkstatt-, Schulungs- und Wohnräumen.

Anzahl MA: 

12 Mitarbeitende

Organisationsform: 

Wir sind eine vom Bund und Kanton anerkannte Stiftung. Wir unterstehen der Aufsicht des Amtes für Jugend und Berufsberatung Zürich (Heimaufsicht).

Heim Grünau
Heim Grünau
Kind Kopf